Paludarium


23.09.05

180x74x70 - 932 Liter
12mm Floatglas, Front aus Optiwhite-Kristallglas

Das Paludarium hat einen relativ hohen Wasserstand, da es vorwiegend zur Wasserschildkrötenhaltung gedacht ist. Dafür haben die Landpflanzen aber oben Platz zum raus wachsen. Es steht erst seit dem 01.07.2005, deshalb ist die Pflanzenwelt auf dem Landteil, die bisher aus Tilandsien und Bromelien besteht, noch nicht so weit entwickelt. Im Wasserteil wucherts dagegen schon kräftig, die Echinodorus parviflorus wächst sogar schon oben raus! Der Wasserstand beträgt 50cm. Also eigentlich kein Paludarium im klassischen Sinne mit riesigem Landteil und entsprechender Vegetation, man könnte es vielleicht eher Aquaterrarium nennen.

Man muss schon Geduld haben, wenn man Wasserschildkröten mit Wasserpflanzen zusammen halten möchte, da die Pflanzen anfangs immer wieder ausgerissen werden. Erst durch Beschweren mit Steinen oder mit Gummiband an Steinen oder Wurzeln befestigt haben die Pflanzen eine Chance. Wenn sie dann erstmal richtig verwurzelt sind kommt es nur noch selten vor, dass eine Pflanze im Wasser herum treibt.

Die selbstgebaute Sonneninsel (siehe Praxis) hängt im Becken, damit kein Schwimmraum verschwendet wird. Darauf liegt noch Korkrinde, da es dem natürlichen Untergrund des Sonnenplatzes von Graptemys am nächsten kommt. Diese sonnen sich in der Natur fast ausschließlich auf Baumstämmen, die aus dem Wasser ragen. Ansonsten sind 3 Pflanzschalen eingeklebt, die mit Tonkugeln gefüllt sind. Die Pflanzschalen sind unten durchlöchert, damit stehen sie immer im Wasser. Giessen brauche ich so nicht und nebenbei reinigen die Pflanzen auch noch das Wasser. Einfach und praktisch. Die 3D-Strukturrückwand wurde fertig gekauft und nur noch entsprechend zugesägt und eingeklebt.

Da die ganzen Aquarien ohnehin genug Arbeit machen, war mir bei der Planung sehr Wichtig, dass der Wasserwechsel vollautomatisch erfolgt. Es wurden also Ab- und Zulauf bis an das Becken in einer Abseite (zum Glück habe ich diese) verlegt. Am Wasserhahn wurde dann eine Gardena-Bewässerungszeitschaltuhr angebracht, die einmal wöchentlich ca. 160l langsam zufließen lässt. Auf der anderen Beckenseite befindet sich ein Überlauf, durch den das Altwasser dann einfach wegläuft.

Dennoch ist bei dem Besatz (allein schon 2 große Schildkröten und der große Wels) eine starke Filterung unumgänglich, so wurde neben dem bereits integrierten 3-Kammer-Bioinnenfilter noch ein Eheim professionel 3 mit angeschlossen. Trotz dieser sehr großen Filteranlage (Fiiltervolumen fast 20 Liter!) habe ich manchmal noch Nitratwerte um 25mg! Und anaerobes Material zum Nitratabbau wurde schon in großen Mengen verwendet: 7 Pakete bzw. Liter MicroMec! Mehr ging leider nicht, da durch die Kugeln der Durchfluss im Filter stark gebremst wird, mehr würde er einfach nicht schaffen, daher mehr Sintomec-Röhrchen.